Das ist das Gute an einer ICE-Fahrt nach Berlin: man kann die Zeit nutzen, um Ketten aufzufädeln. An sich ist das eine recht öde Tätigkeit, aber mit flotter Musik auf den Ohren, während die Landschaft vorbeifliegt und die Abitur-Abschlussklasse hinter mir verschieden Arten des Einmixens von Wodka in Limo zelebriert, da geht das wie am Schnürchen.

Diese Perle habe ich ja schon einmal umgesetzt im "Stripes-Collier", und weil das so gut geklappt hat mit dem gegeneinandersetzen der zwei Halbkreise, die am Ende einen Kreis ergeben, gieße ich schon seit Wochen rosafarbenen Perlen. Leider habe ich nur fünf Gießformen, die Kette besteht aus 60 Einzelteilen, das ergibt 30 Gießsitzungen, jede in einer etwas anderen Farbmixtur, und siehe da, zur Abwechslung klappt mal was und in Hamm, Stadt der Zugteilung, war das Schätzchen schon ordentlich aufgefädelt. Die Kette hat die Neigung, umgehängt in der unteren Beuge etwas aufzuspringen, so dass die halbkreisförmigen Elemente sich aufdrehen, aber komischerweise stört mich das überhaupt nicht.

Lob fremder und auch mir zugeneigter Menschen gibt mir Recht: das ist ein schönes Stück geworden. Grund genug für Palle Horn, der sich zu einem fotografisch unschätzbaren Mitarbeiter zur Verschönerung dieser Seiten mausert, mich im Vorbeiflitzen abzulichten. (Wer sich fragt: wer ist denn nun dieser mysteriöse Palle Horn: er hat für den Blog schon mal mit einer Gurke Modell gestanden.)

Zur Zuordnung: diese Kette stammt noch aus dem 2014-Werkzyklus und hat den Arbeitstitel "Helm", weil die Grundform der Einzelperle "ausgebeulter Halbkreis" der Helmform römischer Feldherren entlehnt ist.

In Gänze, im Detail und angeschlagen am lebenden Objekt: die Helmkette. Portraitfoto von Palle Horn.
In Gänze, im Detail und angeschlagen am lebenden Objekt: die Helmkette. Portraitfoto von Palle Horn.
In Gänze, im Detail und angeschlagen am lebenden Objekt: die Helmkette. Portraitfoto von Palle Horn.

In Gänze, im Detail und angeschlagen am lebenden Objekt: die Helmkette. Portraitfoto von Palle Horn.

Ja, ja, ja. Das ist eine sogenannte Trapezkette, woher der Name kommt, lässt sich im Vergleich zur Vorgänger-Halsdekoration relativ leicht von der geometrischen Form ableiten. Warum ich dies schöne Stück so hervorhebe, hat zwei schlichte Gründe. Erstens bin ich stolz wie bolle, dass es mir gelungen ist, zu drei Resteperlen von Anno Tuk die passenden Ergänzungsstücke anzufertigen, so dass am Ende ein makelloses Stück herausgekommen ist. Und ich den Anfang des Jahres laut gerufenen Lobgesang auf das Mal-endlich-Fertigmachen-alter-Staubfänger nun auch lauthals mitsingen kann.

Des weiteren, hier möglicherweise kaum bis gar nicht erkennbar, sind mir bei diesen Stück ein paar kesse Farbverläufe und obendrein ein hübscher Glanz gelungen. Und zwar ganz absichtlich.

In der Gänze betrachtet passen die Farbwelten bei diesem Blogeintrag so überhaupt gar nicht zusammen. Wem die Pupillen schmerzen ob dieses beißenden rosa-rots, der möge mir verzeihen.

Ich kann den Palle nun nicht Tag und Nacht einspannen, für diese Kette müssen jetzt die Fotos an der Puppe reichen.
Ich kann den Palle nun nicht Tag und Nacht einspannen, für diese Kette müssen jetzt die Fotos an der Puppe reichen.
Ich kann den Palle nun nicht Tag und Nacht einspannen, für diese Kette müssen jetzt die Fotos an der Puppe reichen.

Ich kann den Palle nun nicht Tag und Nacht einspannen, für diese Kette müssen jetzt die Fotos an der Puppe reichen.

Tag(s) : #Giessharz Schmuck

Diesen Post teilen